Leistungsausweis im Stadtrat 2016-2018

Trotz der kurzen Zeit im Stadtrat konnte ich wichtige Projekte erfolgreich weiter führen und Meilensteine für die Zukunft setzen.

Dies sind einige der wichtigsten Erfolge meiner Stadtratstätigkeit:

Ausbau der Abwasserreinigungsanlage ARA 
Das lange verschleppte, aber dringend notwendige Projekt der ARA-Erweiterung konnte ich innert etwas mehr als einem Jahr zur Abstimmungsreife bringen. Parlament und Bevölkerung haben dem Projekt und Kredit über 28,9 Mio sehr deutlich zugestimmt.

Erfassung Schwachstellen Velonetz Wetzikon
Gemeinsam mit interessierten Parteien, Wetzikerinnen und Wetzikern hat der Tiefbau die Schwachstellen im Wetziker Velonetz flächendeckend erhoben und dokumentiert. Dies bildet die Grundlage, damit bei künftigen Strassenprojekten Verbesserungen für die Velofahrer laufend umgesetzt werden können.

Grossflächige Solaranlage auf der Eishalle Wetzikon
Photovoltaik ist ein wichtiger Pfeiler einer nachhaltigen Energieversorgung. Auf der Eishalle hat die Stadt Wetzikon eine sehr grosse Fläche zur Verfügung, die dafür genutzt werden kann. Zusätzlich kann sich die Wetziker Bevölkerung, die keine eigenen Dächer haben, an der Anlage beteiligen. Das Projekt wurde von mir iniziert. Das System der Beteiligung wurde von meinem Nachfolger festgelegt. Unter mir hätte das Modell etwas anders ausgesehen.

Energieplan
Erstmals hat die Stadt Wetzikon einen Energieplan - ein Meilenstein! Dieser wurde in Zusammenarbeit der Abteilung Umwelt und der Energiekommission während meiner Amtszeit erarbeitet und kurz danach genehmigt.

Baumförderung im Siedlungsgebiet/Baumkredit
Umsetzung des Bevölkerungsauftrages zur Baumförderung in Wetzikon (Bauminitiative von 2008)

Prozessoptimierungen im Tiefbau
Die Prozesse zur Bearbeitung von Tiefbauprojekten wurden überprüft und optimiert.

Wahlannahme Parlament / Verzicht auf 2. Wahlgang Stadtratswahl

Seit ich in Wetzikon politisch aktiv bin habe ich mich für einen effizienten Einsatz der Mittel, eine qualitative Stadtentwicklung, Transparenz und einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen eingesetzt.

Themen, die von der Mehrheit der politischen Verantwortlichen in unserer Stadt seit Jahrzehnten vernachlässigt wurden und zur heutigen Situation geführt haben: Hohe Verschuldung, fehlendes Stadtzentrum, ungelöste Verkehrssituation, wenig Aufenthaltsqualität in der Stadt, ineffizienter Mitteleinsatz, veraltete Energiepolitik etc.

Auch als Stadträtin habe ich mich immer dafür eingesetzt, dass es in diesen Themen vorwärts geht und dass Entscheide sachlich fundiert unter Einhaltung der geltenden Regeln getroffen werden, um so das bestmögliche Ergebnis für Wetzikon zu erzielen.

Dies hat letztendlich dazu geführt, dass ich auf politisch und moralisch verwerfliche Art durch den Teil-Ressortentzug entmachtet und mittels einer Schmutzkampagne angefeindet wurde.

Dass mir zur Wiederwahl im ersten Wahlgang fünf Stimmen gefehlt haben ist das Ergebnis dieser Kampagne.

Leider kann ich in der aktuellen Konstellation im Stadtrat auch nicht darauf vertrauen, dass es in einer neuen Legislatur keine weiteren unschönen Aktionen gibt.

Nach gründlicher Überlegung bin ich deshalb zum Schluss gekommen, dass mit der aktuellen Zusammensetzung des Stadtrates eine sachlich fundierte Politik im Parlament besser möglich ist.

Eine erneute Kandidatur für den Stadtrat behalte ich mir ausdrücklich vor.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Mitarbeitern, insbesondere aus den Bereichen Tiefbau und Umwelt für die konstruktive und angenehme Zusammenarbeit der letzten beiden Jahre herzlich bedanken. Ich bedaure sehr, diese Zusammenarbeit nicht fortführen zu können.

Wetzikon, 28. April 2018

Herzlichen Dank für 1'880 Stimmen für meine Kandidatur für den Stadtrat, für die vielfältige Unterstützung und wertvollen Begegnungen während der letzten Wochen und Monate!

Leider hat es im ersten Wahlgang ganz knapp nicht gereicht. Ich werde in den nächsten Tagen entscheiden, ob ich am 10. Juni 2018 zum zweiten Wahlgang antrete oder ins Parlament wechsle, wo ich ebenfalls gewählt bin.

 
Liebe Wetzikerinnen und Wetziker

Ich habe mich entschieden, den aus meiner Sicht klar unfairen und zumindest teilweise unrechtmässigen Entscheid des Stadt- und Bezirksrates nicht ans Verwaltungsgericht weiter zu ziehen, da ein Entscheid vor den Wahlen nicht mehr möglich ist.

Stattdessen möchte ich mich wieder auf die aktuelle Politik konzentrieren, denn in Wetzikon gibt es viel zu tun!

Die Herausforderungen bezüglich Finanzen, Stadtentwicklung und Verkehr sowie in diversen wichtigen Projekten sind gross und umsichtiges und langfristig sinnvolles Handeln ist gefragt.

Meine bisherige Politik

 

Landinitiative

2013 reichte ich die Landinitiative ein, um der Bevölkerung bezw. dem Parlament mehr Mitsprache bei Landgeschäften zu ermöglichen.

Anlass für die Initiative war, dass der damalige Gemeinderat zwischen 2006 und 2012 Land im Gesamtwert von 25 Mio verkauft hatte. Mit den Verkäufen wurde die Finanzlage von Wetzikon kurzfristig aufgebessert. Gleichzeitig verlor die Stadt damit aber viel Substanz, mit der sie langfristig Einnahmen hätte generieren können. 

Die Wetziker Bevölkerung teilte meine Meinung und stimmte der Initiative am 22. September 2013 zu.

Vorangegangen war der unschöne Verkauf der Liegenschaft Spitalstrasse 210, der deutlich unter Wert erfolgte.


Berichte dazu im Zürcher Oberländer:
Auf Ausschreibung verzichtet (11.9.2013)
Verkauf gibt zu reden (13.9.2013)
Hausverkauf wirft hohe Wellen (13.9.2013)
Hauchdünnes Ja zur Landinitiative (23.9.2013)
GLP stutzt Exekutive die Flügel (23.9.2013)

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Bushof

Der Stadtrat schlug für die notwendige Sanierung und Erweiterung des Bushofes ein Projekt vor, dass insgesamt 37 Mio gekostet hätte, wovon Wetzikon 12 bis 20 Mio hätte tragen müssen.

Als Mitglied des Referendumskomitees habe ich an vorderster Front gegen diese Luxuslösung gekämpft. 

Die Bevölkerung gab uns Recht und lehnte den ersten Kredit am 14. Juni 2015 ab. Ich werde mich weiterhin für einen guten und finanziell tragbaren Bushof einsetzen.

Am 30.5.2016 publizierte der Stadtrat nun die Machbarkeitsprüfung für die von uns geforderte günstigere Variante. Ergebnis:
Gleich viele Anlagekanten sind für 7,5 anstatt 37 Mio machbar! Einsparung für Wetzikon: 5 bis 12 Mio!

Mehr Informationen und Berichte im Zürcher Oberländer:
Medienmitteiltung Stadtrat 31.5.2016
Flyer "Nein zum überteuerten Bushof-Projekt"
Die wichtigsten Antworten zum Bushof (ZO 3.6.2015)
Wuchtiges Nein zum Bushof (ZO 15.6.2015)

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Vorstösse im Wetziker Parlament

 

Interpellation Submissionen - Vergabe von öffentlichen Aufträgen

Die Stadt Wetzikon vergibt jährlich Aufträge aller Art in Millionenhöhe (2014 für 43 Mio Franken). Welche Regeln dabei gelten sowie ob und wie Wetziker Unternehmen dabei berücksichtigt werden war bislang nicht klar.

Mein Vorstoss hatte zum Ziel, diese Regeln offenzulegen. Die Antwort des Stadtrates zeigt nun, dass gehandelt werden muss.

Ich setze mich dafür ein, dass:
  • Wetziker Unternehmen künftig immer mit anbieten dürfen
  • Strengere Regeln eingeführt werden (Halbierung der Schwellenwerte für die freihändige Vergabe)
  • Die Vergabe der Aufträge kontrolliert wird
Meine Interpellation
Antwort des Stadtrates
Artikel im Zürcher Oberländer vom 24.12.2015
Anfrage an die Gemeindeversammlung vom 9.12.2013

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Motion Spangenverbindung

Sollte die Weststrasse nicht gebaut werden braucht Wetzikon eine Alternative, damit der Verkehr wieder fliesst.

Um dies sicher zu stellen, wollte ich im Richtplan die Verbindung Pappelenstrasse-Elisabethenstrasse eintragen lassen.

Leider haben Stadtrat und Parlament das 2014 abgelehnt. Inzwischen hat die SVP das Anliegen aber nochmals aufgenommen und es besteht die Chance, dass der Eintrag doch noch vorgenommen wird.

Meine Motion
Antwort des Stadtrates

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Transparenz über das Ausstandsprinzip bei öffentlichen Aufträgen und Verträgen

Meine Interpellation sollte unter anderem diese Fragen klären:
Welche Aufträge wurden vergeben, die unter das Ausstandsprinzip fallen (das heisst, jemand z.B. aus dem Stadtrat ist persönlich davon betroffen)?
Wie werden Ämter besetzt, die nicht gewählt werden (z.B. Jugendkommission, Alterskommission etc.)?

Meine Interpellation
Antwort des Stadtrates
Artikel im Zürcher Oberländer vom 19.9.2015

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Dringliche Interpellation Stadtzentrum

Mit dem geplanten Neubau der Migros, der Mehrfamilienhäuser der PK Schaffhausen (hinter dem Stadthaus) sowie der späteren Erweiterung des Stadthauses sind im Zentrum von Wetzikon grosse Projekte in Planung.

Rund 25'000 m2 sollen neu gestaltet werden. Diese einmalige Chance, das Zentrum für die Bevölkerung attraktiver zu gestalten sollte genutzt werden, z.B. um Aufenthalts- und Begegnungsorte für die Wetziker zu schaffen.

Meine Anfrage verlangte Auskunft darüber, was in dieser Hinsicht schon gemacht wurde und was noch geplant ist.

Leider hat es sich gezeigt, dass diese einmalige Chance nicht genutzt wurde und die Migros sowie Stadt und PK Schaffhausen unabhängig voneinander planen.

Mein Interpellation
Antwort des Stadtrates
Titelseite Zürcher Oberländer vom 25.6.2014
Artikel im Zürcher Oberländer vom 25.6.2014